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Greenery – Farbe des Jahres 2017
23. Januar 2017
Dateiformate
 

Die gebräuchlichsten Grafik-Dateiformate – eine Übersicht

Es gibt eine Vielzahl von Dateiformaten, die man - wenn man nicht gerade beruflich damit zu tun hat - auch gerne mal durcheinander bringen kann. In meiner beruflichen Laufbahn habe ich es oft erlebt, dass ihre Grafiken, Logos, Fotos in nicht optimalen Dateiformaten zugeschickt haben. Zum Beispiel ist es nicht von Vorteil, wenn man eine Logo-Datei als jpg zugesandt bekommt ;) Darauf folgt dann oft ein aufwändiger E-Mail-Verkehr, oder es muss oft telefoniert werden, damit man die perfekten Daten als Grundlage für die weitere Arbeit bekommt.

Damit Sie in Zukunft auch wissen, welche Dateiformate sich für welchen Zweck eignen, habe ich im folgenden eine kleine Übersicht über die gängsten Dateiformate zusammengestellt


Unterschied Rastergrafik / Vektorgrafik

Grundsätzlich werden zwei Arten von Grafik-Formaten unterschieden: Rastergrafik und Vektorgrafik.

Rastergrafiken enthalten ihre Informationen in Form von Pixeln (gerasterte Punkte). Jeder Pixel hat einen Farbwert. Fotos sind beispielsweise Rastergrafiken, ihre Auflösung richtet sich nach dem Kamerasensor. Eine Rastergrafik kann unendlich vergrößern werden, irgendwann stößt man an seine Grenzen und das Bild wird „pixelig“.

Vektorgrafiken werden am Computer erzeugt und bestehen aus Vektoren (Ankerpunkte und deren mathematisch berechneten Verbindungskurven). Sie sind verlustfrei skalierbar und brauchen deutlich weniger Speicherplatz als Rastergrafiken.



Rastergrafiken – Dateiformate

JPEG (Joint Photographic Experts Group)

Eine JPEG-Datei kann bis zu 16,7 Mio. Farben darstellen, unterstützt aber keine Transparenzen. JPEG-Dateien sind relativ klein, was durch eine verlustbehaftete Kompression erreicht wird. Sie werden oft im Internet eingesetzt, da die geringe Größe dort von Vorteil ist. JPEG-Dateien sollten besser nicht für den Druck verwendet werden (auch wenn das heute oft der Fall ist), da die Qualität aufgrund der verlustbehafteten Kompression nicht optimal ist. Besser wäre an der Stelle eine TIFF-Datei. JPEG-Dateien kommen bevorzugt da zum Einsatz, wo Speicherplatz eine Rolle spielt.

TIFF (Tagged Interchange File Format)

TIFF ist neben jpeg das gängigste Dateiformat für Rastergrafiken. Es unterstützt Millionen von Farben und kann verlustfrei komprimiert werden (hohe Qualität aber auch große Dateigröße). Dieses Format eignet sich also gut, wenn Grafiken oder Fotos hochaufgelöst gedruckt werden sollen.

GIF (Graphics Interchange Format)

In GIF-Dateien lassen sich mehrere Bilder in einer Datei in Form einer Animation abspeichern. Im GIF-Format kann man eine Farbe auf transparent stellen, z. B. die Hintergrundfarbe, so dass der Hintergrund, auf dem die Datei platziert wird durchscheinen kann. GIF Dateien können verlustfrei komprimiert werden, das Format unterstützt allerdings nur 256 Farben. GIF-Dateien benötigen nicht viel Speicherplatz, allerdings ist die Bildqualität durch den limitierten Farbumfang relativ gering. GIF-Dateien werden für Animationen im Internet eingesetzt oder für Grafiken mit flächigen Farben.

PNG (Portable Network Graphics)

Es gibt zwei verschiedene PNG-Arten: PNG-8 und PNG-24, die sich in der Anzahl der darstellbaren Farben unterscheiden. PNG-8 kann man mit dem GIF-Format vergleichen (256 Farben, daher klein), PNG-24 mit dem jpeg-Format (16,7 Mio. Farben, daher größer, aber qualitativ besser). Das PNG-Format unterstützt Transparenzen und ist relativ klein. Eine verlustfreie Komprimierung ist möglich. PNG-Dateien werden für Web-Grafiken genutzt.



Vektorgrafiken – Dateiformate

EPS (Encapsulated-PostScript-Format)

Das EPS-Format ist der Standard für Vektorgrafiken, kann aber auch Rastergrafiken enthalten, beides ist also möglich. Vektorgrafiken im EPS-Format sind ohne Verlust skalierbar, aus diesem Grund werden Logos gerne im EPS-Format abgespeichert. Wenn Sie also Ihr Logo als Datei weitergeben wollen, nehmen Sie am besten das EPS-Format.

SVG (Scalable Vector Graphics)

Mit einer SVG kann man Vektorgrafiken in Internetseiten einbinden. Interaktive Funktionen sind möglich. Unter Umständen benötigt man ein Plugin für seinen Browser, um SVG-Dateien anzeigen zu können.



Die Mischform

PDF (Portable Document Format)

PDF ist ein plattformunabhängiges Containerformat. Die PDF enthält neben dem Inhalt auch immer alle Informationen wie z. B. das Format oder das Aussehen des Textes, der Grafiken etc. Unabhängig vom Erzeugungsprogramm sieht eine PDF immer aus wie das Original. PDF-Dateien werden oft als Druckdaten an Druckereien weitergegeben, sie können aber auch Hyperlinks enthalten oder Mulitmedia-Elemente. Downloads im Internet werden häufig als PDF angeboten. Je nach Inhalt und gewählter Auflösung ist eine PDF relativ klein.


Das waren soweit die gängigsten Grafik-Dateiformate, die Ihnen über den Weg laufen könnten. Wenn Sie bei der Datenweitergabe die optimalen Einsatzzwecke der unterschiedlichen Dateiformate beherzigen, kann nichts mehr schief gehen.

Falls Sie noch Fragen haben, scheuen Sie bitte nicht, mich anzusprechen!




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